Be a voice, not an echo

Hey there – it’s me again! Unglaublich dass ich hier grade ernsthaft den Blogger-Editor offen habe und vor mich hintippe während im Hintegrund total episch die Harry-Potter Soundtracks vor sich hinträllern. Ihr wisst schon, das Lied wo die Statuen sich zum Kampf bereit machen! Epischer geht’s wohl kaum, aber ich werde es jetzt nicht wagen so einen banalen Blogpost mit dieser Szene zu vergleichen, wo bestimmt 20000% der Kinobesucher pure Gänsehaut hatte!

Ok, irgendwie bin ich jetzt bei Harry Potter gelandet. Ist ja ganz wie in alten Zeiten wa? Abschweifen ohne Ende. Ich hab mich ja schon gefragt wie man jetzt so einen Blogpost anfängt, auf dem man selbst schon insgeheim ewig gewartet hat ohne es wirklich bewusst zu merken. Problem gelöst – einfach ein bisschen über Harry Potter quatschen und es läuft!

Aber ich möchte tatsächlich auch ein paar Worte loswerden, die mir auf dem Herzen liegen und die zu alldem hier geführt haben.

Es war einmal vor langer Zeit…

… ein Blog. Der trug den Namen „lovely joys“ – bis eine böse Königin mit ihren loyalen Gefolgsleuten angriff und dies dazu geführt hat, dass die Bloggerin gezwungen war die Pforten ihres geliebten Reiches zu schließen. Doch da tauchten auf einmal ganz viele, liebe und gute Feen-Blogleser auf, welche die Bloggerin so sehr ermutigten, dass sie sich dazu entschloss es erneut zu versuchen und somit die Tore zu ihrer Windmelodie öffnete. Die Bloggerin schrieb, malte, backte, kochte, fotografierte und lebte all ihre Kreativität aus. Doch sie war verflucht! Sie wurde von Perfektionismus geplagt und wollte immer etwas anderes sein, als sie eigentlich war. Sie verlor das Gefühl für Zeit und für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, bis sie irgendwann keine Kraft mehr hatte und ihre Windmelodie verstummte.

… To be continued …

(Ihr könnt euch ernsthaft nicht vorstellen wie gut die Harry Potter Musik grade dazu gepasst hatte!!! Gänsehaut-Alaaaarm 😀 Wäre Hintergrundmusik nicht ein absolutes No-Go für Webseiten hätte ich sie sowas von eingebunden!)

Von der Sehnsucht zu einem Konzept

Es war für mich bezeichnend, dass ich wahnsinnig erleichtert war, als ich meinen Blog deaktivierte. Als ob ein großer Ballast von meinen Schultern fiel und obwohl ich mir immer wieder zwischendrin vorgenommen hatte, das Ganze etwas entspannter anzugehen habe ich es wohl nie richtig durchgezogen. Sonst wäre ich am Ende nicht so erleichtert gewesen.

Gleichzeitig hat es mir aber auch weh getan, weil der Blog einfach das Größte ist, was ich jemals in meinem Leben geschaffen habe und auf das ich wirklich restlos stolz bin. Ich habe gelernt unterhaltsam zu schreiben und mir die Fotografie selbst beigebracht ohne dass mir jemand erklärt hat wie etwas funktioniert oder was gut miteinander harmoniert, oder wie man den Hintergrund so schön unscharf bekommt.

Letztendlich war ich dann auch jedes Mal so unendlich berührt als ich gemerkt habe, dass es euch etwas bedeutet hat! Ich meine, das muss man einfach mal bewusst wahrnehmen! Wir haben uns noch nie persönlich gesehen und doch bedeutet euch das etwas, was ich hier so von mir gebe. Einfach nur krass. Und glaubt mir, bei jedem Kommentar von euch habe ich ein fettes Honigkuchenpferdgrinsen bekommen, egal ob ich grade im Supermarkt an der Kasse stand oder ob vor mir in der U-bahn ein Rentner saß der mich grimmig anstarrte.

Und da wuchs die Sehnsucht.

In meinem Kopf war der Gedanke aber noch fest verankert: kein Blog = kein Stress. Ich entschied mich dann erst mal für eine kleine Webseite, einfach nur für mich. Als ich die Webseite aber dann bei Blogger anlegte (wegen kostenlos und so) war es eh klar: Ok, doch ein Blog. Aber er sollte dieses Mal definitiv anders werden.

Ich lies mir noch ein bisschen Überdenkzeit, während ich mich bei Instagram austobte bis ich irgendwann MEINEN Stil fand. Meine Prioritäten, mein Wesen und meine Inspiration. Ich hatte endlich gelernt mich nicht mehr zu vergleichen oder nur das toll zu finden, was andere so fabrizierten. Ich hatte gelernt auch das toll zu finden, was ICH mache und auf meine Stärken & Vorzüge zu achten.

Mit meinem eigenen Stil entstand mein Konzept, dass sich durchziehen lässt ohne Zwang und ohne Druck. Mein Stil – ergo mein Konzept – beinhaltet Schlichtheit, Natur, weniger Konsum, Harmonie und Genuss.

 

Meine Zeit & meine Prioritätenliste

Der wichtigste Grund warum ich pausieren musste war vorallem weil ich keine Kraft mehr hatte. Es floss zu viel Zeit in den Blog, ich machte mir zu viel Druck und der Perfektionismus stresste mich. Das wollte ich mir aber nie anmerken lassen weil: The show must go on!

Aber wisst ihr, wie viel Zeit es an sich schon gefressen hat, jeden Blogpost von den anderen Blogs in meiner Bloglovin-Liste zu kommentieren? Da steckte ein Zwang dahinter, á la: Wenn du gesehen werden möchtest musst du so aktiv sein! Den Gedankengang habe ich nun komplett verworfen, weil ich nicht gesehen werden muss. Ich freu mich wahnsinnig wenn es jemand tut, aber bevor ich deshalb 3 Stunden extra vor dem PC verbringe muss, schau ich dem Herzensmann viel lieber beim schlafen zu und freu mich einfach darüber, dass sein Herz schlägt. (Klingt jetzt etwas creepy, sollte es aber nicht :D)

Vorallem in den letzten Wochen und nach einem Schicksalsschlag in unserem Freundeskreis, ist mir ganz intensiv bewusst geworden wie kostbar meine Zeit ist. Wie wichtig Prioritäten im Leben sind und dass man sich selbst immer wieder daran erinnern muss. Deswegen habe ich mir jetzt auch eine Liste gemacht, wie ich meine Zeit einteilen möchte und was mir im Leben wichtig ist. Diese Sachen kommen zuerst und danach alles andere. Deshalb bekommt dieser Post auch gleich einen eigenen Menüpunkt da oben, damit ich selbst immer wieder mal darauf klicke und mir das hier durchlese:

 

Meine Prioritäten

 

Mein Glaube – das heißt, ich werde nicht mehr am Sonntagmorgen denken: „Mist, das Licht es jetzt so perfekt ich sollte eigentlich jetzt fotografieren.“ sondern einfach in die Kirche gehen, weil es mir gut tut.
Meine Familie – Freie Zeit wird immer erst für meine Familie, meinen Freund und meine Freunde eingeplant. Und keine 5 stündigen Fotoshootings abgehalten.
Die Natur, meine Pausen, mein Wochenende & mein Morgen – Wenn die Sonne scheint werd ich in der Mittagspause spazieren gehen statt Fotos zu schießen, am Morgen will ich in Ruhe meinen Kaffee genießen bevor mein normaler 8 Stunden-Job beginnt und mein Wochenende soll nur aus Entspannung, Spaß und wichtigen Menschen bestehen.
Dankbarkeit, Demut und Sparsamkeit – Ich möchte wieder mehr gegen diesen Massenkonsum ankämpfen. Immer dankbar sein, dass wir gesund sind, ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Teller haben. Keine roten Zahlen mehr auf dem Kontostand und mit Kreativität die Wohnung aufhübschen für wenig Geld.
Gesund bleiben – Keine Zuckerbomben mehr sondern das, was mir auch schmeckt: nämlich gesundes Essen! Egal ob es gut aussieht oder eher wie Einhornerbrochenes. Da ist dann die Fotografie-Kreativität gefragt.
Die Welt entdecken – Das gesparte Geld wird nicht sofort für den erstbesten Dekoartikel ausgegebn und das Sparkonto wird nur für meine Reisen angefasst, sonst nicht mehr.

Das sind meine Prioritäten und daran möchte ich mich halten! Es wird dann zwangsläufig darauf hinauslaufen dass ich eben nur dann etwas poste, wenn ich eine gute Idee und Zeit habe. Ich mach mir keinen Monatsplan mehr mit viel Abwechslung und ich such mir auch keinen fixen Posting-Tag mehr aus. Weil dann weiß ich auch, dass kein Zeitdruck mehr entsteht oder ich etwas machen muss, was ich eigentlich gar nicht vorhatte zu tun. So kann ich diesen Blog auch gaaaaanz lange führen!

Ich hoffe natürlich am meisten, dass ich weiterhin den Kontakt mit euch haben kann Das ist ja eigentlich auch so DAS essentielle Stück an der ganzen Sache, sonst hätte ich den Blog glaube ich nicht wieder so „schnell“ angefangen. Aber eure lieben Worte haben mich echt berührt und ich freu mich riesig darauf wieder zu schreiben, zu fotografieren und zu inspirieren!

Also meine Lieben – auf ein neues! Mit Schlichtheit, Natur, weniger Konsum, Harmonie und viel Genuss! Ich hab euch lieb

P.S. Ich hab jetzt einfach mal ganz frech die Fotos hergenommen, die ich schon bei Instagram gepostet habe 😀 Einfach deswegen, weil ICH dieses Mal über die Hochlade-Qualität und das Bildformat bestimmen konnte *hrhrhr*.

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Bonjour ♡ Ich bin die Duni. Eine Entdeckerin, eine Designerin und eine Genießerin, die gerne inspirieren möchte! Mit meinem Blog versuche ich den Blick auf die kleinen Freuden des Lebens zu lenken :)

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64 Comments

  • Liebe Duni, wie kann ein Mensch durch ein paar Worte so unglaublich sympathisch werden? Man merkt wirklich dass dein Blog dein Baby ist! Nachdem ich nun seit einer kurzen Weile jeden Morgen schmunzelnd über deinen morgendlichen Insta Post im Zug sitze und mich jeden Tag daran erfreue, habe ich nun deinen ganzen Blog aufgesogen. Hoffentlich laufe ich dir in München mal über den Weg, dann wundere dich bitte nicht, wenn ein fremder Mensch dich einfach in den Arm nimmt – dann bin ich es 😀 ganz liebe Grüße Jasmin

    • Meine liebe Jasmin ♥ You made my day!! Ich bin noch ganz hin und weg und verliebt in deine Worte und freu mich so riesig!! Das motiviert mich wirklich unglaublich und ich freu mich einfach wenn man die Mühe dahinter erkennt ♥ Haha und auf den spontanen Knuddler freu ich mich jetzt schon – dann werd ich wohl viel öfter spazieren gehen müssen ;DDD Ich drück dich schon mal mental ganz lieb und hoffe du hattest schöne Ostertage ♥
      Deine Duni