Meine Kleiderkreisel Tipps

Alright, alright, alright* – es ist soweit! Endlich veröffentliche ich meinen ersten Nachhaltigkeits-Blogpost unter meiner neuen Kategorie: Slow & Green! Heute dreht sich also alles um Mode und um meine Lieblings-Verkaufsplattform: Kleiderkreisel! Auf Instagram habe ich ja schon dezent durchblicken lassen, dass ich mich nun in Zukunft mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen möchte, und zeige dort nun in kleinen Stücken meinen Weg zu einem nachhaltigerem Lebensstil. Der bei weitem nicht perfekt ist!

Während – zum Glück – viele die Entscheidung gefeiert haben CLICK, gab es leider auch zwei #whataboutism Anhänger-Vorfälle. „oOoKkK?!? DARF ICH JETZT NICHTS MEHR KAUFEN ODER WAS!1!!11!!!“ und „Jaaaa, dann würde ich an deiner Stelle mal weniger Äbacrombiiieieee kaufen?!11!!“ CLICK. Naiv, wie ich manchmal bin, habe ich dann versucht mit denjenigen sachlich zu diskutieren und wurde am Ende plump als Alkoholiker hingestellt (#wow CLICK). Also dachte ich mir letztendlich nur noch: CLICK. Aber das soll heute nicht das Thema sein. Über die Basics der Nachhaltigkeit und über meine generelle Sichtweise schreibe ich noch einen gesonderten Blogpost! Denn, ein paar von euch haben sich Tipps & Hilfe zu Kleiderkreisel gewünscht und deswegen kommt dieser kleine Blogpost nun als erstes 🙂

*Wer hatte hier auch kurz Outcast im Ohr? 😀

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Die kranke Welt der Mode

Es gibt schon unzählige Beiträge, Dokus und Berichte zu der kranken Welt der Modeindustrie. Sie ist nicht nur krank sondern macht uns und unseren Planeten zusätzlich krank. Die Modeindustrie zählt zu den größten Umweltsündern der Welt und doch ignorieren die großen Markenhersteller das Thema konsequent. Because it’s all about: Profit, Reichtum und Wachstum. Also müssen wir – die Konsumenten – für Veränderung sorgen. Warum? Weil die Nachfrage das Angebot bestimmt und wenn wir weiterhin ein schönes Leben mit einer schönen Welt haben möchten, muss sich etwas ändern. Man kann es nicht oft genug sagen:

Ich bin kein Freund von Extremen. Ich bin davon überzeugt, dass man ein schönes, glückliches Leben führen und gleichzeitig auf lange Sicht nachhaltig sein kann, wenn man einen Mittelweg beschreitet. Der Weg muss nicht perfekt, sondern einfach bewusst sein.

Zum Thema Konsum (und zum Teil auch Modeindustrie) empfehle ich euch die Doku „Minimalism“ auf Netflix! Sie hat bei mir so den Stein ins rollen gebracht und letztendlich ist mein Gewissen nun leichter, mein Konto voller, mein Kleiderschrank übersichtlicher und ich wesentlich glücklicher…

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First of all: Richtig ausmisten

Das ganze Umdenken hat mich zu meinem Kleiderkreisel Profil zurück gebracht, wo ich schon schon seit… phew… 7 Jahren angemeldet bin – I feel old. CLICK .In meinem besten Monat habe ich dort satte 340€ eingenommen und das nur mit ausgemisteter Kleidung, die mich nicht mehr richtig glücklich macht. Ausmisten ist ein langer, stetiger Prozess, den man immer wieder neu beginnt. Beim ersten Mal, wenn man vor dem Kleiderschrank steht, denkt man sich noch: „NO WAY. Das Kleid verkaufe ich niemals, es ist zu hübsch und war teuer.“ Bis dann ein ganzes Jahr vergeht und man dann doch lieber den bequemen Rock angezogen hat ‚cause CLICK.

Ich stelle mich immer wieder vor meinen Kleiderschrank, erschrecke kurz darüber, dass ich überhaupt so lange überlegen muss, was ich heute anziehe, und dann wird radikal ausgemistet! Dabei beachte ich folgendes:

  • Macht es mich glücklich, wenn ich es sehe / anziehe?
  • Trage ich es gerne? Ist es bequem?
  • Ziehe ich es den anderen Klamotten vor?
  • Wie oft habe ich es dieses Jahr angehabt?

Manchmal lasse ich Klamotten noch im Schrank, weil sie entweder ein Geschenk oder recht teuer waren. Oder weil ich mich einfach noch nicht davon trennen möchte! Wenn ich allerdings ständig andere Klamotten vorziehe, weil sie bequemer sind oder mir besser stehen, werden sie definitiv verkauft. Egal wie teuer sie waren oder wie gerne ich sie mal getragen habe!

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Kleiderkreisel VS. Flohmarkt

Dann stellt sich die Frage, WO verkauft man seine Klamotten? Es gibt unzählige Wege und jeder Mensch verkauft unterschiedlich. Viele finden eBay, Kleinanzeigen oder Online-Plattformen wie Kleiderkreisel zu aufwendig bzw. dauert es ihnen zu lange, bis die Sachen mal verkauf sind. Daher:

Wenn man schnell Geld braucht, körperlich fit ist, schon ein paar „Verkaufsutensilien“ besitzt und kein Problem damit hat, seine Sachen extrem günstig abzugeben, lohnt sich beispielsweise der Nachtflohmarkt.

Ich habe dort einmal mit meiner Schwester verkauft und werde es definitiv nie wieder tun! CLICK Der Aufwand war gigantisch und das Ergebnis dafür zu dürftig. Ich glaube, man muss einfach ein riesen Flohmarkt-Verkäufer Fan sein um es wirklich genießen zu können. Ich bin leider eher mit dem Wunsch hingegangen, möglichst viel zu einem guten Preis loszuwerden.

  • Zuerst einmal zahlt man für 1m Fläche (was wirklich nicht viel ist!) 10€. Das heißt man hat am Anfang erstmal Verlust.
  • Wir mussten Tische, Kleiderstangen und Stühle organisieren und zusammen mit den vielen Kleidersäcken dort hin karren. Es hat wirklich ewig gedauert bist wir alles ins Auto eingeladen, zum Platz getragen und wider aufgebaut haben. Zuletzt musste dann einer von uns das Auto irgendwo parken – and believe me: Ein freier Parkplatz in München grenzt auch ohne Flohmarkt-Andrang an ein kleines Wunder. CLICK
  • Es ging bis in die Nacht rein und einer musste immer am Stand bleiben. Es hat sich unglaublich gezogen und die Preisvorschläge von den potentiellen Käufern waren einfach nur frustrierend. Eingenommen hatte ich dann 25€ – 10€ Miete waren es letztendlich 15€ Gewinn. CLICK
  • Um Mitternacht verwandelte sich der ganze Aufbau-Wahnsinn wieder in den gleichen Abbau-Wahnsinn und bis ich dann letztendlich super erschöpft im Bett lag, vergingen Stunden.

Da wusste ich: Nope. Flohmarkt und ich werden keine Freunde. CLICK

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eBay oder Kleiderkreisel?

Es fällt mir einfach WESENTLICH leichter, schöne Fotos von meinen Klamotten zu machen ohne den großen Aufbau-Abbau-Wahnsinn. Man bekommt zB. auf Kleiderkreisel wesentlich mehr für seine Sachen, da die Menschen den Wert von der Kleidung noch höher einschätzen oder explizit nach etwas suchen. Bei mir ist es auch eher so, dass ich meine Klamotten nicht um jeden Preis loswerden muss, sondern auch warten kann bis sich jemand findet, der auch das zahlt, was ich mir mindestens vorstelle.

Auf Kleiderkreisel verkauft man vielleicht manchmal langsamer, aber dafür mit deutlich weniger Stress und definitiv mehr Gewinn.

Ich würde allerdings davon abraten, Mode auf eBay Kleinanzeigen zu verkaufen. Glaubt mir – selbst bei einem stinknormalen Pulli, der einfach nur an einem stinknormalen Bügel an einer stinknormalen Wand hängt, kommt mindestens eine creepy Anmache. CLICK Ich hab es schon öfters probiert und jedes Mal alles wieder gelöscht. „ExCusE mEeEe, HAST DU BILDER VON DEINEN FÜßEN?!?!?!11!11!!“ Daher lege ich euch Kleiderkreisel so sehr ans Herz für Mode!

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Verkaufen auf Kleiderkreisel

It’s all about presentation, baby. Es gibt Stücke, die verkaufen sich innerhalb von einer Minute (wie die Hose im 1. Bild zum Beispiel), und es gibt andere Stücke die sich erst in drölf Monaten verkaufen. Aber mir ist das ehrlich gesagt ziemlich egal. Die Sachen lagern sicher verpackt in einer Kiste außer meiner Sichtweite und ich warte einfach bis sich jemand dazu meldet. Damit lebe ich zum Beispiel viel besser, als wenn ich einen geliebten Cardigan für 1€ verramschen müsste. Das ist letztendlich einfach Typsache 🙂 Aber wie verkauft man denn jetzt erfolgreich auf Kleiderkreisel?

  • Zuerst einmal prüft alle Klamotten ordentlich! Wenn irgendwo Flecken sind, die selbst nach dem Waschen nicht mehr rausgehen, werden die Stücke als Altkleider entsorgt oder anderweitig verwendet. Sind Löcher vorhanden, die man kaum wahrnimmt? Dann kann man die Stücke zwar trotzdem versuchen zu verkaufen, aber eben deutlich darauf hinweisen und den Preis dementsprechend senken.
  • Überlegt euch einen guten Preis, den ihr selber dafür zahlen würdet. Bzw. wie viel ihr mindestens dafür haben möchtet.
  • Die Fotos sind das Herzstück! Ich mache meine Fotos alle mit der iPhone Kamera bei Tageslicht. Man muss nicht jedes Teil zu Tode bügeln aber die Stücke sollten einfach ansehnlich & ordentlich aussehen. Lenkt den Fokus als Erstes auf das Kleidungsstück selbst, indem ihr es auf einem Bügel an eine weiße Wand hängt oder auf ein weißes Bettlacken hindrapiert. Dunkle Fotos mit einem unordentlichen Hintergrund oder zu viel Zeug im Bild ziehen keine Blicke an! Legt keine zu krassen Filter auf eure Fotos. Man kann die Helligkeit & Farben natürlich immer etwas anpassen damit das Kleidungsstück gut zur Geltung kommt. Es sollte einfach wie im Reallife aussehen! 🙂
  • Probiert Outfit-Kombinationen aus! Wenn sich das Teil lange nicht verkauft und es definitiv nicht am Preis liegt, probiert mal eine Outfit-Kombi aus. Es ist im Grunde wie im Marketing: Man muss dem potentiellen Käufer zeigen, was man mit dem Artikel alles so machen kann! Die Hose zum Beispiel, hatte ich bestimmt über 1 Jahr drin, ohne dass sie jemand gekauft hat. Kaum habe ich das Outfit-Foto dazu hochgeladen, war sie innerhalb von einem Tag verkauft. Düdüm!
  • Schnell handeln! Wenn sich jemand mit einer Frage oder Interesse meldet, würde ich schnell & freundlich handeln. Auch wenn etwas verkauft wird, verpacke ich alles ganz sorgfältig, lege vielleicht noch eine hübsche Karte oder ein kleines Goodie dazu (zB. wenn jemand sehr nett oder der Artikel wertvoll war :)) und verschicke direkt am nächsten Werktag. ♥ Das sorgt für gute Bewertungen und Follower, was dann wiederum zu mehr potentiellen Verkäufen führt etc. pp.. Mit dieser Mühe wächst man und verkauft immer schneller & besser.

Und noch ein kleiner Nachhaltigkeits-Tipp: Hebt Kartons und Füllmaterial auf! Über die Jahre und als wir in die neue Wohnung gezogen sind, haben sich unglaublich viel Verpackungen und Füllmaterial angesammelt. Ich habe das wirklich alles aufgehoben und in unserem Keller lagern nun drei große IKEA Tüten: Eine mit kleineren bis mittleren Kartons, eine für große Kartons und eine nur für Füllmaterial! Man spart sich damit viel Geld und es ist nachhaltiger als ständig neue Verpackungen zu kaufen. 🙂

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Kaufen auf Kleiderkreisel und was ist dieses „System“?

Ich kaufe momentan wieder wahnsinnig viel auf Kleiderkreisel und neben unzähligen positiven Erfahrungen, gab es natürlich auch ein paar negative. Aber ich möchte immer ein bisschen die Augen verdrehen, wenn sich die Leute zu sehr darüber aufregen oder deswegen Kleiderkreisel komplett meiden.

Man muss sich einfach vor Augen halten, dass man dort keine 35€ für eine Bluse zahlt, sondern nur 5€.

Das Kleiderkreisel-System ist überwiegend für den Käuferschutz da. Wenn jemand viele, positive Bewertungen hat, zögere ich natürlich nicht sondern kaufe direkt über das System. Da zahlt man zwar als Käufer einen kleinen Aufpreis, ist aber auf der sicheren Seite. Das Geld wird nämlich zunächst von Kleiderkreisel einbehalten und dem Verkäufer erst ausgezahlt, wenn wirklich alles in Ordnung & geklärt ist. Wenn die Klamotten dann zB. Löcher haben, kontaktiere ich den Verkäufer immer zuerst und biete ihm so die Möglichkeit mir entgegen zu kommen. Das würde ich auch so handhaben wenn der Verkäufer noch keine Bewertungen hat und ich unbedingt etwas kaufen möchte!

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Ich benutze das System auch wenn ich verkaufen möchte. Ich prüfe & verschicke alles sehr sorgfältig und mache mir da überhaupt keine Sorgen, dass ich letztendlich nicht an mein Geld kommen könnte oder das ein Problem entsteht. Wenn jemand in erster Linie unfreundlich ist oder ich ein schlechtes Gefühl habe, verkaufe ich auch nichts an denjenigen. #thateasy Oft wollen die Käufer nicht über das System kaufen, da sie den Aufpreis nicht zahlen möchten. Da handhabe ich das einfach wie früher: Datentausch und Versand nach Zahlungseingang 🙂

Generell: Mit Freundlichkeit erreicht man immer viel, viel mehr.

So! Ich hoffe euch hat der kleine Kleiderkreisel-Tipp-Blogpost gefallen & geholfen! Falls ihr noch Fragen habt oder eure Meinung hinterlassen möchtet, freue ich mich natürlich über einen kleinen Kommentar ♥ Habt es fein!

Bonjour ♡ Ich bin die Duni. Eine Entdeckerin, eine Designerin und eine Genießerin, die gerne inspirieren möchte! Mit meinem Blog versuche ich den Blick auf die kleinen Freuden des Lebens zu lenken :)

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7 Comments

  • Zum Glück ist das so ein Thema, bei dem ich eh schon immer recht überlegt war. Ich verusche auch immer Sachen zu kaufen, die sich gut mit anderen kombinieren lassen, nicht auf Trends setzen usw.
    Aber ich finde es generell sehr schön zu sehen und zu lesen, dass mittlerweile bei so vielen ein Umdenken eingesetzt hat!

  • Meine liebe Duni,
    das klingt wirklich spannend und Du hast mir da jetzt echt Lust drauf gemacht, mich bei Kleiderkreisel anzumelden. Es warten nämlich so einige Teile in meinem Kleiderschrank auf einen neuen Besitzer 😉
    Generell bin ich ja ein Fan von hochwertiger Kleidung, denn nichts ist schlimmer, als Kleidung, die man nach ein paar Mal waschen wegwerfen kann. Hab mir einmal einen Cardigan bei H&M für 40 € gekauft und der hat sich beim dritten Mal Waschen aufgelöst!!!
    Allerliebste Grüße,
    Deine Melanie

    • Danke meine süße Zuckermaus ♥ Ich kann die Plattform wirklich empfehlen, es lohnt sich einfach sehr wenn man seine Sachen nicht zu Billigpreisen verramschen möchte ♥ Aber ich bin da auch voll bei dir mit der hochwertigen Kleidung – ich hab auch schon paar Fehlkäufe hinter mir, wo man merkt dass die Qualität nach der ersten Wäsche hinüber ist 🙁 Bei H&M stinkt die Chemie auch leider schon bis zum Himmel..

      Ich drück dich ganz lieb mein Schatz ♥