Schlafzimmer Landhaus am Meer
Hello 2026! Ich lebe noch. Und dieser Blog auch! Auch lustig wie ich vor einem halben Jahr erst noch das Marmeladen-Rezept für meine Midsommar-Reihe raushaue, die eigentlich dreiteilig sein sollte, und dann war ich einfach wieder kurz weg. Ich bin wieder in einem emotionalen Gefühlschaos verschwunden, habe mein Leben hinterfragt, Dinge gefühlt, nichts gepostet und so getan, als wäre das völlig normal. Die fehlenden zwei Teile werden dieses Jahr nachgeholt, Ehrenwort. (Ich schreibe das hier extra öffentlich, damit ich mich selbst unter Druck setze.) Also: Willkommen zurück in meinem Kopf, meinem Haus und unserem neuen Schlafzimmer Landhaus Stil nach der Renovierung. Es ist eher so eine Art emotionales Zeitportal mit Leinenbettwäsche und guter Lichtstimmung. Denn genau HIER habe ich schon einmal geschlafen. Vor sehr vielen Jahren als Teenager mit großen Gefühlen, noch größeren Dramen und einem Einrichtungsgeschmack, der heute als optischer Hilferuf durchgehen würde.

Vor sechs Jahren sind wir in das Haus gezogen, in dem ich aufgewachsen bin. Meine Eltern sind ausgezogen, wir sind eingezogen – ein klassischer Generationenwechsel, nur ohne feierliche Schlüsselübergabe und mit sehr viel Renovierungsstaub. Seitdem arbeiten wir uns Raum für Raum durch meine Vergangenheit. Und dieses Zimmer? Das war früher mein Teenager-Hauptquartier. Hier wurden Herzen gebrochen (meins), Rap-Songs mit meiner Schwester geschrieben (bitte fragt nicht), nächtelang mit völlig inkompetenten Crushes telefoniert (emotionale Fehlentscheidungen deluxe) und Harry Potter gezockt, bis die Realität kurz aus dem Raum gegangen ist.

Damals war dieses Zimmer knallbunt. Roter Teppichboden, Orangefarbige Wände mit Schwamm-Streich-Technik, gelbe Bollywood-Deko. Alles gleichzeitig. Ohne Konzept, ohne Whitespace, ohne Rücksicht auf menschliche Sehnerven. Augenkrebs mit Überzeugung. Heute ist ein ein Schlafzimmer Landhaus Stil und ich stehe ich im exakt selben Raum und denke: Wow. Wachstum. Persönlich, emotional und vor allem ästhetisch.


Was ich besonders liebe an dem Schlafzimmer Landhaus liebe ist die DIY Wandvertäfelung. Die habe ich nämlich wirklich eigenhändig angebracht. Gesägt, gemessen, geflucht, wieder gemessen, noch mehr geflucht – und am Ende sehr stolz davor gestanden. Es gibt dazu sogar schon einen eigenen DIY-Blogpost Sie verleiht dem Raum so viel Charakter, Charme und Tiefe – es wirkt einfach zehnmal hochwertiger als davor.


Aus dem ehemaligen Farb-Overkill ist ein helles, ruhiges Schlafzimmer im Landhausstil geworden. Meer-Cottage-Vibes, viel Weiß (GIMME THE WHITESPAAACE!!1!11!!!), natürliche Materialien, sanfte Blauakzente und diese Art von Harmonie, bei der nichts schreit, sondern alles leise „Aaahhh“ macht. Mein innerer Ästhetik-Monk sitzt jeden Morgen zufrieden mit der Kaffeetasse im Bett und nickt.


Der Korbstuhl da oben ist sogar noch aus der Zeit von meinen Eltern. Er sieht auf den Fotos aus wie der perfekte Ort für ruhige Lesestunden, Kaffee, Journaling und ein sehr aufgeräumtes Leben. Realität: Auf diesem Stuhl saß noch NIE jemand. Nicht einmal kurz. Er ist seit Tag eins eine 24/7 Ablagefläche für Mazi’s Klamotten. Jeans, Pullis, „zieh ich irgendwann nochmal an“-Outfits. Für die Fotos durfte er einmal kurz leer sein. Ein seltener, historischer Moment. Und wisst ihr was das Lusigste daran ist?


Um dieses klassiche Klamotten-Stuhl-Problem zu lösen, haben wir extra einen zusätzlichen PAX-Schrank gekauft als Erweiterung. Mit Schubladen für exakt DIESE Kategorie Kleidung: schon mal angehabt, aber noch zu frisch für die Wäsche, aber auch zu gebraucht für „zurück in den Schrank“. Ein sehr spezifisches System, das offenbar nur in Mazis Kopf existiert. Mir persönlich könnte das nicht egaler sein – solange die Klamotten keine massiven Flecken haben kommen sie zurück in den Schrank – I don’t fockin’ care! Dieser Schrank wurde also angeschafft, aufgebaut, eingeräumt, erklärt und die Klamotten landen trotzdem auf dem Korbstuhl. Immer. Ausnahmslos. Der PAX steht da wie ein stiller Zeuge unserer gescheiterten Ordnungsträume, während der Stuhl weiterhin tapfer alles trägt.


Also richten wir jetzt lieber unseren Blick nach draußen! Wenn wir morgens aufwachen und im Frühling & Sommer diese zwei Olivenbäume direkt vor der Terrassentür stehen, fühlt sich das an wie ein mediterranes Versprechen. Als hätte jemand „Toskana light“ direkt vor unser Schlafzimmer gestellt. Ich sitz da mit meinem heißen Käffchen im Bett, die Vögel zwitschern, das Licht fällt weich durch die Blätter und für einen kurzen Moment denke ich jedes Mal, ich sei im Urlaub und müsste heute absolut gar nichts!

Innen ist aber es nicht weniger idyllisch. Weiße Nachttische, Leinenbettwäsche, Holz, kleine blaue Akzente – alles fein abgestimmt. Mazi lässt mir bei der Einrichtung übrigens komplett freie Hand. Wenn es nach ihm ginge, wäre unser gesamtes Haus vermutlich mehr Industria, Beton, Stahl, Fabrikhalle mit Schlafzimmeroption und deswegen haben wir uns auf einen bewährten Kompromiss geeinigt: Ich mache alles, er sagt am Ende „Sieht eigentlich ganz schön aus.“ Beziehung gerettet.


Was ich an diesem Schlafzimmer Landhaus wirklich liebe, ist, dass dieser Raum so viele alte Versionen von mir gesehen hat. Ganz oft sag ich zu anderen:”Dieses Haus hat Dinge gesehen & miterlebt – YOU CAN’T FOCKIN’ IMAGINE!” Wenn es reden könnte – Halleluja! Und allein nur dieser Raum? Drama-Duni, Rapper-Duni, Herzschmerz-Duni – und heute wirkt der Raum so ruhig, erwachsen und leicht. Als hätte er selbst mit mir zusammen eine Therapie gemacht und gelernt, loszulassen.

So ihr Schmubis! Ich hoffe euch hat der Blogpost über unser kleines, perfektes Schlafzimmer im Landhaus Stil gefallen und etwas unterhalten. Mit ganz viel Geschichte, Liebe zum Detail, Olivenbäumen, Whitespace und mit einem Korbstuhl, der einfach niemals benutzt werden wird. Let’s be honest. Auf Insta gibt es immer mal wieder ein paar mehr Eindrücke! Bis zum nächsten Blogpost – habt es fein ♥

Ach meine liebe Duni,
wie schön, dass du hier wieder da bist und dann wieder mit so einem warmherzigen und zugleich lustigen Beitrag!! Wie grauenhaft schön muss dein Jugendzimmer gewesen sein, schade, dass es kein “vorher – nachher”-Eindruck gibt!! Ach ja, und diesen Korbstuhl hat wohl jeder.. bei mir ist es die Holzbank im Bad… wie oft nehme ich mir vor, die Klotten direkt in den PAX zu räumen.. wenn es gut läuft schaffe ich es 1 Tag . Daher vollstes Verständnis für Mazi Du findest immer so schöne witzige Worte für die einfachsten Dinge und ich mußte wirklich einige Male seeehr schmunzeln. Ich würde das Landhaus-Schlafzimmer genauso bei dir beauftragen, weil es echt ein Träumchen ist!!
Freue mich schon auf deinen nächsten Blogpost! Liebe Grüße von mir zu dir! Heidrun
jetzt fehlt aber noch das foto vom überladenen Stuhl :))
Meine liebe Duni,
Euer Schlafzimmer ist traumhaft schön geworden!!! Und diese Kassettenvertäfelung liebe ich ganz besonders!!! Das sieht so edel aus und bringt zugleich eine Leichtigkeit
Hihi, ich glaube so einen Stuhl nennt fast jeder sein Eigen Ich nehme mir auch IMMER wieder vor, die Kleidungsstücke aufzuhängen und scheitere immer wieder an diesem Vorsatz bzw. hält er nicht lang
Schön, mal wieder hier von Dir zu lesen und ich freue mich schon sehr auf Deinen nächsten Blogpost!
Alles Liebe,
Melanie